Systemische Paar- und Sexualtherapie - Im Spannungsfeld zwischen Zugehörigkeit und Autonomie


Beschreibung:

Wir genießen heute in der Gestaltung unserer Sexualität und unserer Beziehungen eine große Freiheit. Verschiedenste Konzepte Liebesbeziehungen zu leben stehen gleichberechtigt nebeneinander. Menschen sehnen sich aber auch nach Sicherheit, Zugehörigkeit, Intimität und Sinnhaftigkeit in einer Beziehung. Probleme in, mit oder an der Sexualität sind häufig verwoben mit Beziehungsproblemen. Sexuelle Störungen können somit als Ausdruck divergierender Wünschen der Partner aneinander und den damit einhergehenden jeweiligen Ängsten verstanden werden.

Die Unterschiedlichkeit sexueller und beziehungsbezogener Wünsche wird in einem systemischen Verständnis begrüßt und gefördert. Daraus folgt, dass die Therapie nicht auf mehr gegenseitige Rücksicht zielt, sondern auf eine größere Autonomie und eine verbesserte Angsttoleranz in einer verbindlichen Partnerschaft. Das führt zwar zu mehr Reibungspunkten aber auch zu mehr Lebendigkeit und Intimität. In diesem Seminar soll ein systemisches Verständnis sexueller Störungen und dessen Nutzen für die therapeutische Arbeit, insbesondere im Paarsetting vorgestellt werden.

Fallbeispiele und Videomaterial dienen der Veranschaulichung. Dem praktischen Üben soll Raum gegeben werden. Fallbespiele der Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen.


  • Seminarleitung:
    Dr. Helke Bruchhaus-Steinert (Schweiz)
  • Veranstalter:
    ISFT
  • Termin:
    17.11. – 18.11.2022*
  • Ort:
    Magdeburg
  • Kosten:
    260,00 Euro

  • *Anmeldeschluss 4 Wochen vor Beginn beim ISFT Magdeburg